Nach einer durchwachsenen Herbstsaison überwintert der SK Altheim in der Landesliga West auf einem möglichen Relegationsplatz. Von den beiden Nachzüglern aus Mauerkirchen und Pichl ist die Felber-Elf lediglich durch einen einzigen Punkt getrennt. "Der vorhandene Kader verfügt über die notwendige Qualität, die Klasse zu halten. Wir wissen aber auch, dass die prekäre Tabellensituation ein Höchstmaß an Konzentration erfordert und wir uns im Frühjahr werden steigern müssen", erklärt Trainer Wolfgang Felber, dem in der Rückrunde zwei Neuzugänge zur Verfügung stehen.
Am morgigen Freitag testet der SV Zebau Bad Ischl gegen Irdning, ehe sich die Kaiserstädter der fünften Jahreszeit widmen, das runde Leder für einige Tage dem Fasching weichen muss. "In unserer Region genießt der Fasching hohen Stellenwert, aber es ist nicht mehr ganz so schlimm wie früher. Zu meiner aktiven Zeit, hatten wir in der närrischen Zeit immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, war eine gebrochene Hand oder ein Nasenbeinbruch im Fasching keine Seltenheit", schmunzelt Sektionsleiter Johann Roitmayer, der der Rückrunde der Landesliga West mit gemischten Gefühlen entgegenblickt.
Nach dem sich der SV Lugstein Cabs Friedburg in der vergangenen Saison im Vorderfeld der Tabelle präsentieren konnte, sind die Innviertler in der aktuellen Meisterschaft der Landesliga West auf der anderen Seite der Tabelle zu finden und überwintern in bedrohlicher Nähe zur Abstiegszone. Unter Neo-Trainer Josef Bauer, der auf der Zielgeraden der Herbstsaison Josef Wüstenhagen (inzwischen Cheftrainer bei Bezirksligist Mattighofen) ablöste, steht der Klassenerhalt im Vordergrund. Dazu beitragen soll eine Verstärkung mit Regionalligaerfahrung.
"Es ist so, als wäre ich nie weg gewesen. Die Mannschaft hat einen guten Charakter, die Spieler sind allesamt hochmotiviert und überwinden bei widrigen Verhältnissen den inneren Schweinehund", erklärt Albert Kabashi, alter und neuer Trainer des ATSV CAFE LUNA Stadl-Paura. Kabashi, der die Stadlinger in der vergangenen Saison in die Landesliga führte, aus beruflichen Gründen dann aber eine Auszeit nahm, schwingt seit Jahresbeginn beim Tabellenvierten der Landesliga West wieder das Zepter.
"Bis 29. Dezember haben wir durchtrainiert und nach einer rund vierwöchigen Pause am vergangenen Montag die Vorbereitung gestartet. Die Spieler haben im Winter ihre Hausaufgaben gemacht, konnten bei einem Leistungstest dementsprechend gute Werte festgestellt werden", weiß Roman Fuchsberger, Ex-Torwart und Funktionär des SV Entholzer Pichl. Das Tabellenschlusslicht der Landesliga West war im Winter aber auch am Transfermarkt sehr aktiv und geht mit drei Verstärkungen in den Abstiegskampf.
"Die Spieler haben es in diesen Tagen nicht einfach, müssen auf gefrorenem Boden oder auf der Straße laufen und jetzt wird es auch noch bitterkalt. Ich quäle sie in der Vorbereitung ein wenig, aber sämtliche Kicker ziehen voll mit", streicht Rainer Neuhofer, Trainer der Union Raiffeisen Gurten Einstellung und Engagement seines Personals heraus. Der Tabellenzweite der Landesliga West absolviert derzeit die zweite Trainingswoche und bereitet sich - ein Ziel vor Augen - intensiv auf die Rückrunde vor.
"Beim morgigen Trainingsauftakt wird sich zeigen, ob die Spieler das Heimprogramm gewissenhaft absolviert haben. Ich bin zuversichtlich, dass die Kicker in guter körperlicher Verfassung erscheinen und die Vorbereitung auf die Rückrunde der Landesliga West in Angriff nehmen werden", erklärt Otto Arnezeder, Trainer des SV Ritterbräu Neumarkt/Pötting. Beim Trainingsstart wird der Coach des Tabellenneunten den einen oder anderen Spieler vermissen, dafür aber zumindest zwei Neuzugänge begrüßen können.


